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Paralympics: Beucher fordert neue Vergabekriterien für Olympia und Paralympics

Beucher sieht die Spiele von China nach wie vor kritisch (© AFP/Pool/SID/)DBS-Chef Friedhelm Julius Beucher hat trotz der reibungslosen Durchführung die Vergabe der Winterspiele an Peking nochmals harsch kritisiert.

Peking (SID) - DBS-Chef Friedhelm Julius Beucher hat trotz der reibungslosen Durchführung die Vergabe der Winterspiele an Peking nochmals harsch kritisiert. "Es darf nicht sein, dass man Dinge wie Nachhaltigkeit, Umweltzerstörung, demokratische Freiheitsrechte ausblendet. Die bleiben permanent bestehen. Deshalb gehören trotz einer super Organisation Spiele nicht in solche Länder", sagte der Präsident des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS) dem SID.
Dies müsse "das Credo des paralympischen Sports bleiben, sonst wird man unglaubwürdig", führte er aus: "Man kann nicht eine Blase bauen, während außenrum Zirkus ist und Menschenrechte mit Füßen getreten werden." Er sehe das nach den Spielen von China als "zentrale Botschaft für das Internationale Olympische Komitee" für zukünftige Entscheidungen.
"Ich hoffe, dass für künftige Spiele Vergabekriterien wie demokratische Freiheitsrechte, Nachhaltigkeit, Umwelt und Klimaschutz eine wichtige Rolle spielen", sagte der 75-Jährige weiter: "Denn Umweltzerstörung ist nicht nur lokal, sondern wirkt global." Alle müssten "im Interesse der Überlebensfähigkeit unserer Erde" ihren Teil beitragen.
Mit den kommenden Sommerspielen in Paris 2024 und den Winterspielen in Mailand und Cortina d'Ampezzo 2026 sehe er schonmal einen Schritt in eine "gute Richtung", sagte Beucher.


Bild: Beucher sieht die Spiele von China nach wie vor kritisch (© AFP/Pool/SID/)